Dein Herz schlägt für die Bühne?

Dann ist der Theaterclub bei uns am Annahof genau das richtige für DICH.

Du würdest gerne öfter ins Theater gehen, aber dir fehlt manchmal die Motivation oder auch die Begleitung? Dann bist du hier genau richtig! Für kulturbegeisterte Schüler/-innen gibt es bei uns an der Schule ein ganz besonderes Angebot: den Theaterclub! Einmal pro Monat besuchen die Mitglieder gemeinsam Theatervorstellungen, Musicals oder Poetry Slams. Mit dabei sind auch immer öfter Lehrer/-innen und Eltern.

Der Theaterclub ist als unverbindliche Übung anrechenbar im Zeugnis! 

Du möchtest noch mehr über den Theaterclub erfahren oder dich gleich anmelden?
Dann schreibe ganz einfach an alena.diesenreiter@hlw-salzburg.at

30.9. Was ihr wollt/Schauspielhaus (15 Karten)

Orsino liebt Olivia. Olivia hat sich wegen ihrer Trauer verboten, jemanden zu lieben. Viola hat alles verloren. Ihren Zwillingsbruder Sebastian und ihr Glück. Sie wird zu Cesario. Und in diesen Cesario verliebt sich dann Olivia. Cesario verliebt sich in Orsino. Und was ist mit Malvolio? Wegen seiner Eigenliebe schmieden Junker Andreas Bleichenwang, Junker Tobias Rülp und die Kammerzofe Maria einen besonderen Plan. Alles geht drunter und drüber. Wer liebt wen? Wer ist wer? Und wer ist wie?

Shakespeares Komödie Was ihr wollt ist eine wundervolle, erotisch-sinnliche Annäherung an die Frage, wen wir lieben, wen wir lieben wollen und wer wir tatsächlich sind. Was ihr wollt gilt als die beste romantische Komödie des englischen Großmeisters über Schein und Sein, Täuschung und Wahrhaftigkeit.

Was ist gerecht? Was ist menschlich? Antigone widersetzt sich einem Verbot des Machthabers, das sie als unmenschlich empfindet. Eine Frau widersetzt sich dem Mann, der die Macht hat. Sie denkt menschlich, er in seinem System. Kann es da Versöhnung geben? Der Konflikt ist uralt und trotzdem modern: Überall geht es heute darum, sich im realen Leben zu positionieren und für seine Werte einzustehen. Was ist uns unsere Demokratie wert? Was sind wir bereit, zu opfern, um Freiheit und Gerechtigkeit zu sichern? Mit welchen Mitteln kämpfen wir? Mit wem gilt es, sich zu streiten – und wo macht Argumentation keinen Sinn mehr?

Der griechische Dichter Sophokles hat diesen Themen bereits vor ca. 2400 Jahren mit „Antigone“ ein eindrückliches Denkmal gesetzt. Nach dem blutigen Machtkampf um Theben verbietet König Kreon die Bestattung des „Verräters“ Polyneikes. Dessen Schwester Antigone widersetzt sich dem Gesetz, den eigenen Tod in Kauf nehmend: Für sie stehen göttliches Recht, familiäre Pflicht und menschliche Würde über der staatlichen Ordnung.

Liebe, Eifersucht und das Chaos des Zusammenlebens: In der kleinen Hafenstadt Chioggia genügt ein harmloser Flirt, um ein ganzes Geflecht aus Beziehungen ins Wanken zu bringen. Missverständnisse entzünden sich, Gerüchte machen die Runde, und aus neckischem Streit wird bitterer Ernst. Männer und Frauen, Verlobte, Schwestern und Rival:innen verstricken sich in einem Netz aus Verdächtigung, Stolz und verletzter Ehre.

„The Office“ trifft auf Commedia dell’arte – doch „Krach in Chioggia“ ist als rasantes Ensemblestück mehr als nur eine heitere Verwechslungsgeschichte. Es zeigt, wie schnell Gemeinschaft kippen kann, egal, ob im Fischerdorf des 18. Jahrhunderts oder zwischen Schreibtischinseln und Messenger-Gruppen.

„Tschitti Tschitti Bäng Bäng“ ist ein fantasievolles Musical voller Abenteuer, Humor und Herz, das auf dem britischen Musical-Fantasyfilm aus dem Jahr 1968 basiert. Im Mittelpunkt steht der exzentrische Erfinder Caractacus Potts, der gemeinsam mit seinen beiden Kindern ein altes Rennauto rettet. Mit viel Liebe und Einfallsreichtum wird aus dem klapprigen Wagen etwas ganz Besonderes: Tschitti Tschitti Bäng Bäng kann nicht nur fahren, sondern auch schwimmen und sogar fliegen. Zusammen mit der warmherzigen Truly Scrumptious beginnt für die Familie eine aufregende Reise, die sie bis in das fremde Königreich Vulgarien führt. Dort müssen sie sich gegen den finsteren Baron Bomburst behaupten, der Kinder verabscheut – und genau darin liegt die größte Gefahr…

Der junge Adelige Orlando ist gutaussehend, privilegiert, intelligent und lebt fast vier Jahrhunderte lang, ohne merklich zu altern. So durchstreift diese schillernde Figur die Eigenheiten der unterschiedlichsten Zeitepochen: vom elisabethanischen Hof bis in die Moderne, von aristokratischer Pracht zu politischen Umbrüchen, von dichterischen Ambitionen zu immer neuen Lebensentwürfen.

Ein rätselhaftes Ereignis verändert alles: Nach einem mehrtägigen Schlaf erwacht Orlando in einem anderen Körper und begegnet der Welt fortan als Frau. Doch Identität bleibt in Bewegung. Zwischen wechselnden Rollen, Liebesformen und gesellschaftlichen Erwartungen stellt sich immer wieder dieselbe Frage: Wer bin ich – und wer kann ich sein?

Mit Witz, Phantasie und Ironie erzählt Orlando von der Lust an Verwandlung und vom Widerstand gegen starre Konventionen. Die Geschichte wird zu einer poetischen Reise durch Zeit, Geschlechter und Selbstentwürfe – und zu einem Plädoyer für ein Leben jenseits fester Zuschreibungen.

Eleganter Kreuzfahrt-Luxus trifft auf die Dramatik des Spiels der Könige: Auf einer Schiffsreise von New York nach Buenos Aires will eine Gruppe von Passagieren den selbstgefälligen Schachweltmeister Mirko Czentovic zu einer Partie Schach bewegen. Im ersten Spiel siegt Czentovic leicht und auch die Revanche scheint für die Gruppe zunächst aussichtslos – bis der geheimnisvolle Dr. B. eingreift und eine Remis-Partie erzwingt. Daraufhin offenbart der österreichische Emigrant sein Geheimnis: Von den Nationalsozialist:innen in Isolationshaft genommen, erkämpfte sich Dr. B. seine geistige Freiheit durch das heimliche Studium eines Schachlehrbuchs zurück. Wird ihn die Partie gegen Czentovic in die Zeit der Haft zurückversetzen?

Ein gewohntes Bild in Salzburg: Touristenscharen werden durch die Altstadt gepfercht, Bustouren jagen von Filmschauplatz zu Filmschauplatz, Massen an Souvenirs werden gekauft. Der Overtourism sorgt für hitzige Diskussionen: Wie viele Tourist:innen sind zu viel für diese Stadt?

Ein Theaterensemble bekommt den Auftrag, eine neue Version von The Sound of Music zu inszenieren, um den Tourismus in Salzburg weiter anzukurbeln. Aber wie sollen sie dabei vorgehen? Welches Image wollen sie verkaufen? Wie verändern sie das Original? Und wie kriegen sie Mozart noch in die Handlung hinein?

Ira, unsere Protagonistin, ist Ende 20 und sieht sich immer wieder mit der Tatsache konfrontiert, dass ihr Umfeld sie vor allem als eines wahrnimmt: potenziell gebärfähig. Doch was bedeutet es eigentlich, sich als Frau gegen Kinder zu entscheiden?

Ira begibt sich auf eine Forschungsreise, die auch in ihre Vergangenheit führt – und durchleuchtet dabei ihre Beziehungen zu den verschiedenen Frauen ihres Lebens. Eine zunächst unerwünschte Begleiterin ist ihr dabei die Wut, die sich immer wieder in ihr regt, etwa eine Handbreit unter dem Bauchnabel: Wut über gesellschaftliche Erwartungen, biologische Gesetzmäßigkeiten, die Stereotype, mit denen die Entscheidung gegen Kinder verbunden ist. Ist es möglich, sich von der Wut nicht isolieren zu lassen? Welche Kraft kann aus ihr gewonnen werden?

Auf zum Sehnsuchtsort Italien! Aus einem scheinbar spontanen Impuls heraus will Peter an einem schönen, sonnigen Tag mit der Vespa nach Neapel fahren – schließlich ist er in Pension und hat sich einen Kurzurlaub mehr als verdient. Der Plan hat allerdings einen Haken: Wenn er verreist, muss er seine Enkeltochter Laura mitnehmen.

Peter und Laura könnten unterschiedlicher nicht sein: hier der Babyboomer, da die Generation Z; er der analoge Genießer, sie die Social-Media-Expertin. Als ungewollte Schicksalsgemeinschaft machen sich die beiden auf den Weg gen Süden und entdecken nicht nur Landschaft und Kultur, sondern auch einander völlig neu. Während Laura ihre ganz eigene Coming-of-Age-Geschichte erlebt (erstes Verliebtsein inklusive), lernt Peter Abschied zu nehmen und einen versöhnlichen Blick auf die Vergangenheit zu werfen. Denn hinter seinem Reiseziel steckt mehr, als er dem Enkelkind verraten hat…

Ein sommerliches, smartes und vor allem schwungvolles Roadmovie nimmt seinen Lauf – schließlich reist das ungleiche Paar nicht nur durch verschiedenste Regionen, sondern auch diverse musikalische Genres. Vom Italo-Pop der 1970er-Jahre bis zu aktuellen Hits bringen die beiden Protagonist:innen ein breites musikalisches Spektrum aufs Parkett und begegnen auf ihrer Reise natürlich auch anderen Menschen, Melodien und Geschichten. Gemeinsam erschaffen sie den Soundtrack eines Sommers, voller Leidenschaft, Lebensfreude und Sehnsucht.

Mit „BODyBEAT“ präsentiert die Ballettcompagnie einen zweiteiligen Abend, der die Grenzen zwischen Ballett und Clubkultur neu auslotet. Unter dem Motto „Ballett trifft Club Sounds“ verwandelt sich der Raum in ein nächtliches Feld aus Klang und Bewegung, in dem elektronische Musik eine intensive Verbindung mit neoklassischem und zeitgenössischem Tanz eingeht.

In zwei Weltpremieren der international erfolgreichen Künstlerinnen Anne Jung und Kristina Paulin treffen choreografische Präzision und körperliche Virtuosität auf pulsierende Club Sounds. Remixe aus Techno, House, Goa, Hip-Hop und Jungle schaffen eine hypnotische Atmosphäre, die den Rhythmus zur zentralen Triebkraft der Bewegung macht.

Elisabeth. Eine Ikone betritt die Bühne: Kaiserin, Mythos, Schönheitsideal, Mutter, Projektionsfläche. Elisabeth von Österreich-Ungarn, besser bekannt als Sisi, ist längst zur Legende geworden. Sie ist das Aushängeschild Österreichs, ihr Gesicht ziert unzählige Souvenirs und Süßigkeiten. Seit über 100 Jahren tot, spricht sie in ELISABETH nun selbst. Und sie hat genug von Kitsch, Verklärung und ewiger Wiederholung.

Mit scharfem Blick und großer Wucht nimmt sie ihr eigenes Leben auseinander: die Rolle, in die sie gedrängt wurde, die Erwartungen, die sie erfüllt – und zugleich unterlaufen – hat, und die Bilder, die bis heute von ihr fortgeschrieben werden. Zwischen Geschichte und Gegenwart sowie Querverbindungen zu anderen historischen und gegenwärtigen Frauenfiguren entsteht ein eindringliches Stück über Fremdzuschreibungen, Selbstbilder und die Frage, wem Geschichte eigentlich gehört und von wem sie geschrieben wird. Mareike Fallwickl entwirft eine kluge, wütende und zugleich überraschend zugängliche Neubefragung einer der bekanntesten Frauenfiguren Europas.